Demokratie verteidigen?

Europäische Werte?

Zivilisation?

Das Kapital bzw. die politische Ökonomie ist in seiner terroristischen Endphase angelangt.

Gehen wir dem Terror nach und beginnen mit Frankreich, das von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert wurde. Es sollte klar sein, dass die „hausgemachten Terroristen“ aus den Banlieus bzw. aus dem Brüsseler Stadtteil Molenbeek ein Produkt sozialer Ausgrenzung proletarischer Jugendlicher sind. Die Aufstände in den Banlieus haben dies deutlich aufgezeigt. Mit anderen Worten: Es geht um die Klassenfrage. Wenn sich nun Jugendliche bzw. junge Menschen ohne Perspektive Terrorgruppen zuwenden, dann deshalb, weil es keine Klassenorganisation für sie gibt, der sie sich zuwenden können bzw. in der sie sozialen Halt und Anerkennung finden können.  Wie alle Menschen wollen sie im Grunde glücklich leben. Dies wird ihnen jedoch verwehrt. wodurch wiederum Aggression bishin zur Verzweifelung entsteht. Vielen fehlt das Geld, um zu heiraten und eine Familie zu gründen. Die Mieten sind explodiert und Erwerbslosigkeit, prekäre Lebensbedingungen verdunkeln ihr Leben. Somit werden sie zur leichten Beute von Ideologien und Demagogen.

In Ländern wie Afrika müssen sie sich als Söldner verdingen, bekommen ein Gewehr in die Hand gedrückt und werden dafür bezahlt.

Es boomt die Rüstungsindustrie und der Waffenschmuggel und damit der Raubmord.

Doch was war mit der Kumpanei zwischen dem libyschen Staatschef Gaddafi und dem ehemaligen französischen Präsidenten Sarkozy? Ist es nicht so, letzterer seinen Handelspartner und Gönner später ermorden ließ? Er war die treibende Kraft für den Krieg in Libyen. Das Motiv: Neokolonialismus und dafür den Unterstützer der Afrikanischen Union liquidieren. Desweiteren war Gaddafi ja auch ein lästiger Zeuge in Bezug auf die großzügige „Wahlkampfspende“…  So oder so handelte der französische Regierungsapparat unter Sarkozy aus niederen Beweggründen. Ein Kapitalverbrechen. Niederträchtig. Korrupt. Sarkozy war für die in Frankreich aufwachsende Jugend eines der schlechtesten Vorbilder für „Europäische Werte“. Eben u.a. deshalb wurden sie umso leichtere Beute für die Islamisten.

Über Alinka

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. Wir haben nur EINE Mutter Erde und sollten sie für die nächste Generation schützen. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern. We have only ONE mother earth and shall protect her for the following generation.
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5 Antworten zu Demokratie verteidigen?

  1. alikase99 schreibt:

    Hier noch ein neuer Artikel der SZ zu Tarnidentitäten von Geheimdienstmitarbeitern und -mitarbeiterinnen: http://www.sueddeutsche.de/politik/v-leute-unbekannt-verlogen-1.2748721

  2. Berta Brahmer schreibt:

    Wie auch immer, was für edle Ziele auch immer, was für korrekte Fakten auch immer, welche weltrevolutionäre Visionen und Energien auch immer:
    Rassismus ist der größte Wertevernichter, weil er keine Veränderung des Menschen zulassen will, da er den Menschen auf angebliche biologische Prägung unveränderlicher Art einbetonieren will, um Menschengruppen diskriminierend und selektierend nach „wertiger“ und „unwertiger“ und eigene Positionen darin zur Vormacht zu postulieren.

    Klassenhass ist wie Rassenhass, übertragen auf den sozialen Bereich.

    • alikase99 schreibt:

      Worauf bezieht sich das? Werden die Morde der Noske-Soldateska, der Freikorps, hier als „antirassistische Taten“ verklärt?

      Rassismus und Klassenkampf: Begriffsklärung

      Rassismus bezieht sich nicht nur auf biologische Faktoren, sondern auch auf Kultur. Bitte dazu zumindest mal Wikipedia lesen. So viel muss sein, bevor man dazu etwas schreibt.

      Erforschung von Klassen und Schichten sowie deren Ableitung aus der Gesamtgesellschaft ist Gesellschaftswissenschaft, Soziologie. Klassenkampf beruht nicht auf Hass, sondern ist eine Tatsache. Wenn der dieser Staat der arbeitenden Bevölkerung, dem „Prekariat“, immer mehr Steuern abpresst oder via HartzIV Löhne senkt bzw. einen Niedriglohnsektor schafft, ist das Klassenkampf von “oben”, da dieser Staat ein Staat der Kapitaleigner ist, sozusagen ideeller Gesamtkapitalist.

      Das sind nüchterne Tatsachen. Zu den Theortiker*innen der Arbeitende Klasse gehörten auch Menschen der besitzenden Klasse, wie Friedrich Engels. Ihr Motiv war, menschlich leben zu wollen, was ihnen der Kapitalismus aber nicht gestattet, da er ein Konkurrenzsystem ist. Jeder gegen jeden, Balgerei und ständig Kriege.
      Es gibt grandiose Bourgeois, die Mittel spenden. Einige haben sogar Stiftungen gegründet, von denen sinnvolle soziale Projekte finanziert werden. Andere spenden, um ihr Gewissen zu erleichtern, wozu z.B. Bill Gates gehört.

      Ich bin gerade sehr traurig darüber, dass niemand die Forderung an die Waffenlobby stellt, dass die eine Stiftung für die Opfer ihrer Gier gründen. Der Bausand ist auch zur Neige gegangen und wir werden wieder mit Holz bauen müssen. Deshalb ärgert mich das Baumabholzen z.Zt. auch so. Ich denke zwar nicht, dass sich eine Tanne als Bauholz eignet, aber es geht mir um’s Prinzip. Bäume sollten nicht für ein inhaltsleeres Fest abgeholzt werden.
      Kennst Du den Arte-Film über Bausand? Schau ihn Dir mal an. Er ist in youtube zu finden.

      Und vertiefe Dich mal in die Bücher von Götz Aly.

      Noch einmal grundsätzich. Der Menschenmordkomplex, der militärindustrielle Sektor sät hass und Zwietracht. Warum? Das ist ganz logisch: Die Ökonomie basiert ja auch auf Handel und Nachfrage. Wo keine Nachfrage ist, kann nichts verkauft werden. Die Waffenindustrie kann nicht expandieren, wenn sich die Menschen lieben und soziale Kontakte haben bzw.sie sich vertrauen. Also muss Hass geschürt werden, ein Feindbild geschaffen werden, damit die Menschen zu den Waffen greifen und einander ermorden. kann ihr Kapital nur reproduzieren, wenn ein Feindbild Waffen nur verkaufen, wenn vorher ein Feindbild geschaffen wird, Zu diesem Zweck wird Kriegspropaganda gemacht, die Menschen entmenschlicht, damit die Tötungshemmung wegfällt. Klassenkampf “von oben” ist aber auch nüchtern, wenn der Polizei oder BGS-Truppen einfach gesagt wird: Ihr dürft jetzt die streikenden Arbeiter erschießen… – das sind Terroristen – ich befehle das!” und sie ganz cool dies einfach machen. Das ist Klassenkampf von oben. Aber leidende Menschen sind leidenschaftlicher und zeigen ihre Empörung. Hunger macht auch aggressiv. Dementsprechend sollte man auch Verständnis für Hass und Wut der Unterschicht haben. Viele der Flüchtlinge waren vor wohlhabend, jetzt gehören sie auch zur Unterschicht. Findest Du, dass ich in meinen Text Hass säe? Ich muss zugeben: Ich hasse die Mörderbanden. Aber ich mache keine Hasspropaganda. Ich bin keine Ideologin. Ich bin Materialistin. Dies dank Rosa Luxemburg und Karl Marx. Lese sie mal und zeige mir die Stellen, die Du als “Klassenkampfhass” ansiehst. Aus ihnen spricht die Empörung über ein menschenverachtendes System.

      Wenn Du schreiben kannst, kannst Du auch lesen. Du kannst ja auch mit Freund*innen einen Lesezirkel gründen. Es gibt auch Foren dazu, in denen Du nachfragen kannst.

  3. Pingback: Inszenierierte Panikmache? | foodandpeace

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